Nachdem ich am Montag in Nelson aufgebrochen war hatte ich noch einen kleinen Zwischenstop bei Amy und Bill eingelegt, Danny und Lyns Tochter, die rund 40 Autominuten von Nelson entfernt wohnt. Hier hieß es mit Ella schaukeln und die Hunde füttern - beeindruckend wie die 2-jährige Ella die Hunde herumkommandiert. Danach ging es für mich weiter nach Hamner Springs, einem alpinen Thermenort, wo unter anderem die heilende Kraft der natürlichen warmen Quellen ganz groß geschrieben wird. Und natürlich gönnte ich mir hier ein wohltuendes Bad, wobei meiner persönlichen Gesundheit genau das nicht so gut getan hat, denn mein eh schon angeschlagenes Immunsystem mochte die Kälte (die Pools sind im Außenbereich) nicht besonders, und so kam eine richtig schöne Angina zum Ausbruch. Sogar die zuvor vom Doktor verschriebenen Antibiotika sollten mehr als 2 Tage brauchen um überhaupt anzuschlagen.
Auf meiner Weiterfahrt von Hamner Springs machte ich Zwischenstop in Christchurch, um einerseits beim Automarkt die Formalitäten für mein Auto abzuwickeln, um dieses verkaufen zu können. Nachdem derzeit aber die ruhigste Zeit im Jahr bezüglich Autoverkauf ist (in der Vorwoche wurden hier ganze 2 Fahrzeuge verkauft) beschloss ich kurzerhand, meinen letzten Trip ins Fiordland noch mit meinem Auto zu unternehmen - vermutlich auch ein bisschen aus dem Grund, weil ich mich innerlich noch nicht von meinem (treuen) Weggefährten trennen wollte :). Der zweite Grund für den Zwischenstop in Christchurch war, ein Fotospezialgeschäft zu finden, denn leider macht mein Hauptobjektiv einige Probleme. Der Verkäufer hier konnte relativ rasch den Fehler auf die Blende des Objektives einschränken, meinte jedoch, dass Canon selbst das Problem lösen muss und das dies in meiner verbleibenden Zeit in Neuseeland nicht mehr möglich wäre. Leider ist das Problem mittlerweile so schlimm geworden, dass ich das Objektiv gar nicht mehr verwenden kann und ausschließlich mit Tele oder Weitwinkel fotografieren muss - mehr als suboptimal! Wie auch immer, bei meiner Weiterfahrt Richtung Fiordland fand ich Abends in Geraldine, einer kleinen Ortschaft unweit von Timaru in einem ehemaligen Geburtenhaus Unterschlupf, das heute als Backpacker umfunktioniert ist. Allerdings hat die Herberge auch heute noch sehr den Character eines Krankenhauses und machte es ein wenig schwierig, sich wirklich gemütlich und zuhause zu fühlen. Zudem war ich der einzige Gast in diesem Backpacker, etwas merkwürdig.... Am nächsten Tag ging es weiter durch das Landesinnere (vorbei am Lake Tekapo und Pukaki) nach Wanaka und schon bei meiner Durchquerung der Südinsel wurde ich Links und Rechts von mit Schnee bezuckerten Bergen begrüßt - ein toller Anblick. Nach einer Nacht in Wanaka und meiner Einschätzung, noch nicht zum Skifahren bereit zu sein, setzte ich meine Fahrt dann gestern fort um die Gegend um Glenorchy und Kinloch am Lake Wakatipu zu erkunden und beispielsweise einen Ort zu besuchen, der im Autoatlas als "Paradise" eingezeichnet ist - und am Ende der schottrigen Straße dann wirklich eine malerische Landschaft. Unterwegs noch ein Stop in der alten Goldgräberstadt Arrowtown nahe Queenstown, die heute mit Shops rund um das wertvolle Eisen und zahlreichen Galerien zahlreiche Touristen anlockt. Und ja, ich muss ja ein Geständnis ablegen: Iris hat es geschafft mich zu bekehren, mein Mittagessen an diesem Tag bestand aus "Cornthins" und ... MARMITE. Ich kann sagen: So schlecht schmeckt es nun doch nicht ;). Beweisfoto siehe unten. Gestern Abend galt es dann hier in der Kinloch Lodge - nachdem ich wieder der einzige Gast im Backpacker war - eine sehr schwere Entscheidung zu treffen: Einen Film aus rund 500 Filmen auszuwählen ;) und diesen dann vorm gerade eingeheizten Ofen zu genießen.

Eine der zahlreichen "One-Line-Bridges" kurz vor Wanaka.

Blick auf die Alpen Neuseelands bei Fairlie.

Church of the Good Shepard am Lake Tekapo.

Die tief hängenden Wolken über dem Lake Pukaki.

Das enorm blaue Wasser des Lake Pukaki wird auch zur Energiegewinnung verwendet.

Lake Ohau.

Blick zurück auf die Alpen kurz vor meiner Ankunft in Wanaka.

Lake Wanaka. Die umliegenden Berge sind alle schneebedeckt.

Zwischenstop in der Goldgräberstadt Arrowtown.

In einer der zahlreichen Galerien in Arrowtown: Handbearbeitete Jade (Greenstone).

Old Post Office von Arrowtown.

Auf dem Weg zum "Paradise" ;)


Mein Lunch: Marmite mit Cornthins.

Die Wolken hingen zwar den ganzen Tag recht hartnäckig in den Bergen, ein Blick auf die schneebedeckten Kuppen war hier und da aber dennoch möglich.

Die Sonne versinkt hinter den Bergen von Lake Sylvan.


Die Morgensonne über dem Lake Wakatipu bei Kinloch.




Klassisches Bild einen Neuseeländischen Possums - Roadkill ;). Und ganz ehrlich: Ich wars nicht!


Blick auf Kinloch und Glenorchy.

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